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von den blättERn zu den wURzeln


mein beschützter freund,
komm in den garten -
und zeige die quelle deiner freude

für Nissim - frei nach dem Hohelied Vers IV.12

selbst-GEHschöpft

Seit ich für einen HAIKU-Abend 2013 in Bashos berühmten UR-ALTEN TEICH eingetaucht war, spielen die Wellen von Form und Freiheit dieser Drei-Zeiler mit meinem All-Tag:

herbstblätter

wind peitscht die blätter
heute nichts getan
jetzt gehts mir gut

über-GEHsetzt

Nach meiner Indien-Reise 2006 mit englischen Ausgaben von Rumi beladen,
hatte ich begonnen auch Gedichte anderer Sprachen in Meine zu übertragen:

Kobayashi Issa (1763 - 1828)

katatsumuri
sorosoro nobore
fuji-no yama

die kleine schnecke
stetig stetig steigt sie auf
den fujiyama

ein-GEHsehen

Nach meiner Hinwendung zum Yoga 2004 hörte ich immer intensiver den Klang
und dadurch auch den BuchStabenReim, der da-hinter ver-steht -
hier DURCH DICH
(brahmamuhurta „brahmas uhr geht")
entlang-getragen von den Wellen des (OstSEE-) Meeres:

...
ich sehe dich
bis meine augen dich sehen
das lICHt biegt sich
zwischen hügel und pixel
vERrückt
blinzelt die welt das weiße auge der sonne hin durch

aus den rohr ritzen ragen rege wurzeln